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Taekwondo: (Korean Martial Arts Taekyon e.V.)
 
20 Jahre Korean-Martial-Arts in Jülich – die Gala

Koslar, Bürgerhalle - 15.09.2007, 19.58.30 Uhr, zu den Klängen von The Final Countdown verlischt das Licht in der Koslarer Bürgerhalle. Das allgegenwärtige Gemurmel der Gäste erstirbt, als mit strahlenden Wunderkerzen bewaffnet die Kids des Vereins in Halle strömen und die Bühne in ein gespenstisches Licht tauchen. Kaum sind die letzten Takte des Countdowns verebbt, wabert eine geheimnisvolle Stimme durch den Saal. „Feel the energy“ – FIRE – Scheinwerfer flammen auf und illuminieren den Bühnenbereich. Hinter einer weissen Wand zeichnen sich schemenhaft scheinbar mystische Wesen ab. Stakkatische Musik flutet den Raum und mit einem rasanten, punktgenau geführten Streich zerteilt Sabumnim Ralf Esser die weisse Wand mit seinem Schwert. Aus einem beinah magisch wirkenden Nebel schälen sich die Wesen und geben mit ihren Fackeln den Blick in die Welt Kampfkünste frei.

Mit diesem furiosen Auftakt beginnt die Kampfkunst-Gala anlässlich des 20jährigen Bestehens des Koslarer Kampfsportvereins Korean-Martial-Arts e.V. Nach diesem gelungenen Start muss allerdings zunächst dem Protokoll Tribut gezollt werden. Von den 15 Gründungsmitgliedern sind heute noch drei im Verein. Allen voran Großmeister Ralf Esser. Für seinen unermüdlichen Einsatz für den Verein als Vorsitzender seit der ersten Stunde wurde er von seinen Vorstandskollegen geehrt, und erhielt aus der Hand der 2. Vorsitzenden, Petra Wiedemann, eine Urkunde und einen Korb mit asiatischen Köstlichkeiten. Wiedemann dankte in ihrer kurzen Laudatio selbstverständlich auch der Gattin des „Chefs“, Edith Esser. „Hinter jedem starken Mann steht eine starke Frau, und ohne Deinen Verzicht hätte Ralf nie die vielen Stunden in die Vereinsarbeit investieren können“.

Nach dieser Ehrung bat Pressewart HaGe Roderburg, der souverän durch das Programm führte, den Ersten Bürger der Stadt Jülich und Schirmherr der Veranstaltung, Heinrich Stommel auf die Bühne. In seiner kurzen Ansprache dankte der Bürgermeister dem Verein für die geleistete Arbeit, insbesondere im Jugendbereich. Er führte aus, dass er zwar Taekwondo als olympische Disziplin kenne, aber Hapkido war ihm bis dato ein „unbekannter Begriff“. Nun, diesem Defizit konnte im Rahmen der Gala Abhilfe geschaffen werden. Schließlich erreichten Ralf Esser und Christian Meinike erst im Juni diesen Jahres als Mitglieder des Teams der Deutschen Hapkido Federation einen sehr guten dritten Platz bei den Hapkido World Games in Korea.

Im unmittelbaren Anschluss an den protokollarischen Teil des Abends ging es dann auch sofort mit einer Hapkido Vorführung weiter. Das Licht wurde wieder gedimmt und die Bühne war frei für den „alten Mann“, Ralf Esser, der während seiner Feldarbeit von zwei Jugendlichen (Jens Nadrowski, Christian Meinike) überfallen wird. Zunächst präsentierten die Kämpfer alle Techniken in „Zeitlupe“, um sie nahtlos anschließend in Echtzeit vorzuführen. In der nächsten Abteilung zeigten die Kinder des Vereins unter der Leitung von Meister Manuel Schubert ihr Können.

Ein Hauch von Shaolin

Bestritten bislang die eigenen Kräfte das Programm, wurde es nun Zeit die ersten internationalen Gäste zu präsentieren. Aus Heerlen/NL angereist, boten die Kämpfer und Kämpferinnen des Wushu-Institutes Hoyer einen Hauch von Shaolin. Die in internationelen Vergleichen schon erfolgreichen jungen Sportler boten dem staunenden Publikum rasante, akrobatische Showkämpfe, mit und ohne Waffen.

Das starre Regeln auch flexibel interpretiert werden können stellte Meister Frank Syberichs unter Beweis. Eigens für die Gala hatte er einen Kampf gegen imaginäre Gegner (Poomsae) entwickelt. Unterlegt mit fetziger Musik und Geräuscheffekten, ein Schmaus für Aug’ und Ohr. Für seine Leistung erntete er bewundernden Applaus. „Gewalt ist keine Lösung“ signalisierten Paul und Ellen Sterk, Rebekka Kerber, Dominique Bataille, Jenny Milz, Isabella Hettenhausen Christian Meinike und Jens Meyburg mit ihrer Rap-Show, frei nach Motiven der Westside-Story. Hierbei zeigten sie ihr Können aus den Disziplinen Taekwondo und Hosinsul (Selbstverteidigung).

Bei einem runden Geburtstag dürfen natürlich besondere Gäste nicht fehlen. So hatte es sich Esser’s Lehrmeister Kim Hee Yong nicht nehmen lassen, seinen „zufälligen“ Deutschlandbesuch für eine Präsentation seiner Kampfkunst auf der Jubiläumsbühne zu nutzen. Mit einigen seiner Schüler zeigte er, trotz einer Verletzung an der Achillessehne, eine atemberaubende Mischung aus Hapkido, Hankumdo und Hanguldo (koreanischer Schwertkunst). Ein Sahnestückchen der Veranstaltung. Dann wurde es japanisch. Vertreter des 1. Budo-Club Eschweiler demonstrierten Kendo. Entstanden aus der alten, japanischen Kunst des Schwertkampfes ist Kendo heute ein Sport, der geistige und körperliche Fähigkeiten gleichermaßen schult. Die Kämpfer stehen sich mit einem Bambusschwert und einer Rüstung gegenüber und versuchen, den Gegner mit einem der erlaubten Schläge oder mit Schlagkombinationen zu treffen. Hierzu ist höchste Konzentration und Aufmerksamkeit sowie innere Ruhe, aber auch Entschlussfreudigkeit und rasche Reaktionen erforderlich.

Der Tiger trifft den Löwen

Kaum war die Bühne wieder frei, kündigte HaGe Roderburg - in bester Michael-Buffer-Manier – den „Clash of the Champions“ an. „Tiger“ Maikel Roefe vs. „Lion“ Jens Nadrowski in einem „unification match“. Beide Taekwondo-Fighter kämpfen in drei knallharten Runden um die „Krone“ ihrer Klasse. Aber keiner der beiden kann in dem hin und her wogenden Kampf den entscheidenden Treffer setzen. Die Auseinandersetzung endet unentschieden. Vielleicht gibt es ja zum Silberjubiläum eine Neuauflage.

Bestandteil des traditionellen Wushu ist die uralte Kunst des Löwentanzes. Sie hat ihren festen Platz, z.B. während der Festlichkeiten zum Chinesischen Neujahr oder auch bei anderen Festlichkeiten soll der Löwentanz böse Einflüsse vertreiben und für Glück, Wohlstand und Wohlergehen sorgen. So auch in der Bürgerhalle. Nahtlos schloss sich eine Demonstration des amtierenden Weltmeisters der International Kickbox Federation, Denny Hoyer, an. Zusammen mit seinem Trainer F. van Dun, dem niederländischen Bondscoach, zeigte er Ausschnitte aus seinem Trainingsprogramm. Unsere Freunde aus Heerlen zeigten eine gelungene Vorführung.

Bevor das gespannte Publikum in die Pause entlassen wurde, demonstrierte Petra Wiedemann mit ihren „Mädels“ eindrucksvoll wie Frau und natürlich auch Mann mit Hilfe von Taekwon-Dance die körperliche Fitness deutlich verbessern kann. Ähnlich wie Aerobic, „tanzt“ man zu fetziger Musik und führt dabei Techniken aus, die allesamt den verschiedensten Kampfsportarten entliehen sind. Der kurze Ausschnitt ließ nur erahnen wieviel Schweiß jeden Montag in der Sporthalle fließt. Nun war es an der Zeit, den Gästen eine Atempause zu gönnen. In der halbstündigen Pause hatten alle die Gelegenheiten, sich an asiatischen Köstlichkeiten zu laben.

Sanft wie ein Schmetterling, kraftvoll wie ein Tiger

Der Flügelschlag eines Schmetterlings am Amazonas kann einen Sturm am anderen Ende der Welt entfesseln. So sagt eine gängige Chaostheorie. Eigens aus Hamburg angereist, entführte Hendrik Rubbeling die Zuschauer in die Welt des Taekkyon, einer beinahe „ausgestorbenen“ Kampfkunst. Mit ihren fließenden, weichen, fast tänzerischen Bewegungen, fällt es dem Betrachter möglicherweise schwer zu erahnen welche Dynamik in den kraftvoll ausgeführten Techniken steckt. Rubbeling und sein Partner demonstrierten zunächst Auschnitte aus drei Trainingseinheiten, um dann in einem freien Kampf zu explodieren.

Um den Abend etwas aufzulockern, folgte nun ein Exkurs. Der Koslarer Majoretten Tanz und Twirling Club zeigte zwei gelungene Tänze. Dabei wirbelten sie mit ihren Stäben in einer Art und Weise, der selbst gestandene Kampfsportler Respekt zollten. Mit ihrer Neonshow waren sie ein farbiges Highlight der Veranstaltung. Wie eng Musik, Tanz und Kampfsport verwandt sind, bewiesen die folgenden Auftritte. Der Formenlauf ist eine der elementaren Disziplinen des Taekwondo. An diesem Abend führten Ellen und Paul Sterk zusammen mit Daniel Janssen eine Musik-Form vor. Dabei soll neben der sauberen Ausführung der Techniken möglichst eine absolute Synchronität erreicht werden.

So musikalisch eingestimmt, hatte nun die Truppe des Centro Cultural Capoeira aus Aachen ihren farbenprächtigen Auftritt. Capoeira ist ein brasilianischer Kampftanz, dessen Ursprung auf den afrikanischen NíGolo („Zebratanz“) zurückgeführt wird. Capoeira wurde während der Kolonialzeit in Brasilien von aus Afrika eingeschifften Sklaven praktiziert und weiterentwickelt. Die afrikanischen Elemente verschmolzen im Laufe der Jahre zusätzlich mit Einflüssen anderer Kampfkünste wie z. B. Ringen, Jiu-Jitsu und Wushu. Heute wird Capoeira in aller Welt praktiziert. Zu Musik und Gesang zeigten die Capoeiristas ihr elegantes, akrobatisches Können.

Als nächstes stand nochmals Waffenkunst im Brennpunkt. Ralf Esser und Petra Wiedemann demonstrierten Hankumdo, koreanische Schwertkunst. Zunächst führten sie Formen mit stählerner Klinge vor, und dann einen Schaukampf. Dazu verwendeten sie allerdings Holzschwerter, um die Verletzungsgefahr zu minimieren.

Bevor es nun zum letzten Höhepunkt kam, formierte sich eine Abordnung der Deutschen Hapkido Federation auf der Bühne und zeigte Ausschnitte des Programms mit dem sie in Korea Bronze gewannen.

Zeit für Kleinholz

Kurz vor Mitternacht näherte sich das Ende der Gala. Und es war an der Zeit, dem faszinierten Publikum zu zeigen, wie man diverse Materialien auch ohne Werkzeug klein kriegt. Zum Auftakt zerschmetterte die Frau mit dem sanften Dynamit, Meisterin Petra Wiedemann, vier brennende Ytong-Steine. Danach krachten Fäuste und Füße gegen und durch etliche zentimeterdicke Holzbretter. Die Meister tobten sich nochmal so richtig aus.

Dann hieß es Licht aus, Spot an. Die Aktiven versammelten sich auf der Bühne und bedankten sich bei den begeisterten Gästen. Anschließend spielte die Musik zum Tanz bis in den frühen Morgen.

Achja, Sie interessieren sich für unseren Sport? Dann schauen Sie doch einfach ins Internet: www.kma-taekyon.de, oder besser: besuchen Sie uns in unserem Dojang (Sporthalle Koslar).

Weitere Bilder der Gala finden Sie unter: http://www.flickr.com/photos/11627535@N02/sets/72157602031558746/


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Bildergalerie zu diesem Artikel:
20 Jahre Korean Martial Arts Taekkyon e.V. in Jülich - Die Gala [zeigen]
Autor: haro
Artikel vom 22.09.2007, 10:02 Uhr
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