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Judo: (TSV Hertha Walheim e. V.)
 
Abensberg ist jetzt das Walheimer Ziel

Von Heribert Förster

Walheim. Der 23. Oktober 2010 könnte der Tag sein, an dem sich die Judoka des TSV Hertha Walheim abends zusammensetzen und die Saison in der Bundesliga abschließend betrachten. Der Rückblick wird fröhlich ausfallen, auch wenn die Mannschaft gerade mit einer Niederlage ihre Saison abgeschlossen hat. Doch Wehmut wird nicht aufkommen, vielmehr werden sie alle stolz sein auf das Erreichte.

Der 23. Oktober ist jedenfalls als Datum für das Saisonende ausgerufen worden im Walheimer Lager, mit dem Viertelfinalkampf am 23. Oktober in Abensberg beim dortigen Serienmeister TSV wollen die Walheimer die schon jetzt begeisternde Saison beenden. „Das ist unsere offizielle Ansage“, erklärte Trainer Steffen Krüger nach dem 8:4-Erfolg gegen den SC Berlin. Denn zu 99,9 Prozent ist der Abstieg schon nach vier von sieben Kämpfen der Saison abgehakt, so langsam kann man sich mit der Reise in das 609 Kilometer entfernte bayerische Abensberg beschäftigen . . .

Ein (zu erwartender) Sieg in Braunschweig nach der Sommerpause am 18. September sowie mindestens ein Punkt aus den Heimkämpfen gegen Potsdam (25. September) und Witten-Annen (9. Oktober) würden der Hertha Platz 4 in der Nordgruppe bescheren und damit das Viertelfinal-Duell mit Olympiasieger Ole Bischoff & Co.

Der Kampf gegen Berlin am Samstag lief fast perfekt. Es begann mit der Auslosung, denn Walheims starke Gewichtsklassen kamen zuerst. Nach vier Kämpfen stand es 4:0, unter den gut 400 Zuschauern herrschte eine „geile Stimmung“, die laut Krüger auch nicht schlechter wurde, als es wieder spannend wurde. Denn nach den Siegen von Aziz Mesaoudi und Leon Borgsteede, die wie eigentlich immer die Erwartungen erfüllten, dem hochkonzentrierten Auftritt von Patrick Haas und dem beinahe schon als Pflicht einzustufenden Sieg von Steffen Krüger, sorgte Stefan Krause für die einzige Enttäuschung des Abends. Er verlor vorzeitig gegen Pierre Borkowski. „Das war anders geplant“, so Krüger. Einkalkuliert war Philipp Volkmers Niederlage gegen Igor Wandtke, stark trotz Niederlage Robert Westerkamps Auftritt.

4:3 führte die Hertha nach Durchgang 1, 4:3 stand es auch nach den beiden ersten Kämpfen in Durchgang 2. Mit Florian Dieck holte nach ewigen Zeiten noch einmal ein deutscher Kämpfer in der 66-kg-Klasse zumindest ein Remis, Borgsteede gelang ebenfalls ein wertvolles Unentschieden. Dann sorgte Alberto Arnal-Mengod für die Vorentscheidung, ehe Krüger trotz Fußverletzung (Borkowski musste nach einer unglücklichen Aktion verletzt aufgeben) und Krause („Er hatte Wut im Bauch und dies dann positiv umgesetzt“) den Sieg perfekt machten. Das Sahnehäubchen lieferte im letzten Kampf Robert Westerkamp mit einem ganz starken Auftritt und seinem zweiten Bundesligasieg.

Die Ergebnisse im Einzelnen (in der Reihenfolge wie gekämpft wurde),

1. Durchgang, Klasse - 66 kg: Aziz Mesaoudi - Jasper Olthoff 10:0 (Kampfzeit: 2:28)
- 60 kg: Leon Borgsteede - Max Bunk 10:0 (1:47) - 90 kg: Patrick Haas - Eric Wagner 5:0 (5:00)
+ 100 kg: Steffen Krüger - Johannes Schmerling 10:0 (4:40)
- 100 kg: Stefan Krause - Pierre Borkowski 0:10 (2:42) - 73 kg: Philipp Volkmer - Igor Wandtke 0:10 3:41
- 81 kg: Robert Westerkamp - Frank Neumann 0:5 (5:00)

2. Durchgang, - 66 kg:Florian Dieck - Sebastian Rowedder 0:0 (5:00)
- 60 kg: Borgsteede - Bunk 0:0 (5:00)
- 90 kg: Alberto Arnal-Megod - Thomas Hinze 10:0 (5:00)
+ 100 kg: Krüger - Borkowski 10:0 (2:13)
- 100 kg: Krause - Toni Hinze 10:0 (1:22)
- 73 kg: Markus Kokot - Wandtke 0:5 5:00
- 81 kg: Westerkamp - Faicel Dandani 10: (3:28)

(Quelle: AZ/AN vom 14.06.2010)


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Autor: ulni
Artikel vom 14.06.2010, 13:06 Uhr
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